Stand: 4. November 2026 · inklusive Digital Omnibus
EU-KI-Verordnung: Welche Pflichten gelten für Ihre KI?
Beantworten Sie ein paar Fragen und Sie wissen, in welche Risikostufe Ihr KI-Einsatz fällt, was Sie kennzeichnen müssen und bis wann. Die Auswertung läuft in Ihrem Browser.
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Die kurze Antwort
Seit dem 2. Februar 2025 sind bestimmte KI-Praktiken verboten und Unternehmen müssen für KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden sorgen. Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten nach Art. 50: Chatbots müssen sich als KI zu erkennen geben, KI-generierte Inhalte müssen maschinenlesbar markiert und Deepfakes offengelegt werden. Für Systeme, die schon vorher auf dem Markt waren, läuft die Frist für die Markierung bis zum 2. Dezember 2026. Die Pflichten für Hochrisiko-KI nach Anhang III gelten nach dem Digital Omnibus erst ab dem 2. Dezember 2027.
AI-Act-Check: Was gilt für Ihren KI-Einsatz?
4 Schritte. Wählen Sie alles aus, was zutrifft. Wenn nichts zutrifft, lassen Sie den Schritt leer.
Alle Fristen der KI-Verordnung
2. Februar 2025gilt bereits
Verbote und KI-Kompetenz
Verbotene Praktiken nach Art. 5 sind untersagt. Anbieter und Betreiber müssen KI-Kompetenz fördern (Art. 4).
Art. 5 AI Act (prohibited practices), artificialintelligenceact.eu2. August 2025gilt bereits
KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck
Pflichten für Anbieter großer KI-Modelle wie Sprachmodelle gelten.
Regulation (EU) 2024/1689 (AI Act), EUR-Lex2. August 2026gilt bereits
Transparenzpflichten nach Art. 50
Chatbot-Hinweis, maschinenlesbare Markierung für neue Systeme, Offenlegung von Deepfakes und KI-Texten.
Art. 50 AI Act (transparency obligations), artificialintelligenceact.eu2. Dezember 2026kommt
Markierung für bestehende Systeme
Übergangsfrist für die maschinenlesbare Markierung von Systemen, die schon vor dem 2. August 2026 auf dem Markt waren.
Digital Omnibus on AI: adopted dates (iubenda, secondary source)2. Dezember 2027kommt
Hochrisiko-KI nach Anhang III
Durch den Digital Omnibus von August 2026 auf Dezember 2027 verschoben. Betrifft zum Beispiel KI in Personalwesen, Bildung und Kreditprüfung.
Digital Omnibus on AI: adopted dates (iubenda, secondary source)2. August 2028kommt
Hochrisiko-KI in regulierten Produkten
KI als Sicherheitsbauteil von Produkten nach Anhang I, zum Beispiel Maschinen oder Medizinprodukte.
Digital Omnibus on AI: adopted dates (iubenda, secondary source)
Bußgelder nach Art. 99
| Verstoß | Höchstbetrag |
|---|---|
| Verbotene Praktiken (Art. 5) | 35 Mio. Euro oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes |
| Andere Pflichten, auch Transparenz (Art. 50) | 15 Mio. Euro oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes |
| Falsche oder irreführende Angaben gegenüber Behörden | 7,5 Mio. Euro oder 1 % des weltweiten Jahresumsatzes |
Es gilt jeweils der höhere Betrag. Für kleine und mittlere Unternehmen gilt der niedrigere der beiden Beträge.
Häufige Fragen zur KI-Verordnung
Gilt die KI-Verordnung auch, wenn wir nur ChatGPT oder andere KI-Tools nutzen?
Ja. Wer KI-Systeme beruflich nutzt, ist Betreiber. Für Betreiber gelten mindestens die KI-Kompetenz nach Art. 4 und, je nach Einsatz, Transparenzpflichten nach Art. 50, zum Beispiel beim Veröffentlichen von Deepfakes.
Müssen KI-generierte Bilder gekennzeichnet werden?
Anbieter von Systemen, die Bilder, Videos, Audio oder Texte erzeugen, müssen diese maschinenlesbar markieren (Art. 50 Abs. 2). Wer täuschend echte Bilder echter Personen, Orte oder Ereignisse veröffentlicht, muss sie zusätzlich als künstlich erzeugt offenlegen (Art. 50 Abs. 4).
Wurden die Fristen der KI-Verordnung verschoben?
Teilweise. Mit dem Digital Omnibus vom Sommer 2026 gelten die Pflichten für Hochrisiko-KI nach Anhang III erst ab dem 2. Dezember 2027 und für KI in regulierten Produkten ab dem 2. August 2028. Die Transparenzpflichten gelten weiterhin seit dem 2. August 2026.
Was bedeutet KI-Kompetenz nach Art. 4?
Unternehmen, die KI anbieten oder nutzen, müssen Maßnahmen ergreifen, damit ihre Mitarbeitenden KI sachkundig einsetzen und Chancen und Risiken kennen. In der Praxis heißt das: Schulungen und eine kurze Dokumentation.
Ist KI für die Bewerberauswahl erlaubt?
Ja, aber sie gilt als Hochrisiko-KI nach Anhang III. Ab dem 2. Dezember 2027 gelten dann Pflichten wie menschliche Aufsicht, Protokollierung und Information der Betroffenen. Emotionserkennung am Arbeitsplatz ist dagegen verboten.
Wie hoch sind die Bußgelder?
Bis zu 35 Millionen Euro oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes bei verbotenen Praktiken und bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % bei anderen Pflichten. Für kleine und mittlere Unternehmen gilt jeweils der niedrigere Betrag (Art. 99).
Werden meine Angaben gespeichert?
Nein. Der Check läuft vollständig in Ihrem Browser. Es werden keine Angaben an einen Server übertragen.
Quellen
- Regulation (EU) 2024/1689 (AI Act), EUR-Lex (abgerufen am 4. November 2026)
- Art. 4 AI Act (AI literacy), artificialintelligenceact.eu (abgerufen am 4. November 2026)
- Art. 5 AI Act (prohibited practices), artificialintelligenceact.eu (abgerufen am 4. November 2026)
- Art. 6 AI Act (classification of high-risk systems), artificialintelligenceact.eu (abgerufen am 4. November 2026)
- Annex III AI Act (high-risk areas), artificialintelligenceact.eu (abgerufen am 4. November 2026)
- Art. 50 AI Act (transparency obligations), artificialintelligenceact.eu (abgerufen am 4. November 2026)
- Art. 99 AI Act (penalties), artificialintelligenceact.eu (abgerufen am 4. November 2026)
- Digital Omnibus on AI: adopted dates (iubenda, secondary source) (abgerufen am 4. November 2026)
- Digital Omnibus on AI: what changes (CMS, secondary source) (abgerufen am 4. November 2026)
Zuletzt aktualisiert: 4. November 2026